Tomaten vorziehen: Zeitpunkt, Tipps und Anleitung

Tomaten vorziehen: ab Januar, Februar oder März? So gelingt es

Tomaten sind Lichtkeimer, sie werden nur 0,5 cm tief gesät und müssen danach hell stehen.

Tomaten vorziehen: Zeitpunkt, Tipps und Anleitung

Samenfeste Tomatensorten kannst du besonders gut aus Samen vorziehen.

Verwende am besten Samen von samenfesten Sorten, um Tomaten vorzuziehen. Aus diesen lassen sich Nachkommen züchten, die die gleichen Eigenschaften aufweisen wie die Mutterpflanze.

Das hat viele Vorteile: Meistens handelt es sich bei samenfesten Sorten um regionales Saatgut alter Tomatensorten, die widerstandsfähiger, resistenter gegenüber Krankheiten, anpassungsfähiger und schmackhafter sind als viele der Hybrid-Züchtungen aus dem Supermarkt. Bei hybriden Sorten kann es vorkommen, dass die Nachkommen ganz andere Eigenschaften entwickeln als die Stammpflanze.

Auch solltest du darauf achten, dass die Samen aus ökologischem Anbau stammen. Samenfeste Bio-Sorten findest du im Gartenfachhandel oder online, zum Beispiel** im Avocadostore, bei Amazon oder Ebay.

Tomaten vorziehen: Zeitpunkt und Material

Eierkartons sind ein gutes Anzuchtgefäß für Tomaten.

Wenn du Tomaten auf der Fensterbank vorziehen möchtest, ist Mitte März der ideale Zeitpunkt. Bei einer früheren Aussaat könnten die Samen und Triebe unter Lichtmangel leiden, sodass sie dünntriebig werden und weniger Früchte tragen.

Das richtige Equipment zum Vorziehen der Tomaten ist schnell beschafft. Du benötigst neben den Samen lediglich:

  • Aussaatgefäß: Das können Joghurtbecher oder Eierkartonssein: Stich in die Unterseite einige kleine Löcher, damit Wasser abfließen kann. Auch flache Schalen oder kleine Töpfe mit Wasserabzug eignen sich. Alternativ kannst du im Handel spezielle Anzuchtplatten kaufen.
  • Anzuchterde: Tomatensamen keimen sehr gut in einem humusreichen, lockeren und durchlässigen Substrat.

Tomaten vorziehen: So säst du sie aus

Je größer die Pflanze wird, desto größer sollte der Topf sein.

In wenigen Schritten kannst du Tomaten vorziehen. Als erstes musst du sie aussäen:

  1. Lege die Tomaten-Samen mit einem Abstand von drei Zentimetern in das Anzuchtgefäß. Wenn es sich um Eierkartons handelt, lege einen Samen in jeweils eine Eier-Mulde.
  2. Bedecke die Samen mit etwas Anzuchterde, etwa einen halben Zentimeter hoch.
  3. Drücke die Erde leicht an.
  4. Achte darauf, dass das Substrat immer feucht bleibt. Zum „Gießen“ eignet sich eine Sprühflasche, mit der du die Erde leicht benebelst, oder eine Flasche, aus der du Wasser sanft tröpfeln lässt.

Lagere das Substrat bei Raumtemperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Wenn es noch recht kühl auf dem Fensterbrett ist, kannst du das Gefäß auf eine Unterlage stellen und mit einem durchsichtigen Deckel überziehen. Diesen solltest du regelmäßig belüften, damit sich darunter kein Schimmel bilden kann.

Achtung: Wenn die Sonne stark durch das Fenster scheint, kann es auch schnell zu heiß werden. Dann schafft eine Pappe, aufgestellt zwischen Fenster und Gefäßen, den nötigen Schatten.

Vorgezogene Tomaten pikieren

Nach etwa zehn Tagen lassen sich die ersten Keimblätter blicken. Dann ist es Zeit, die Tomaten zu pikieren.

  1. Hebe die einzelnen Pflänzchen mithilfe eines Löffels mitsamt ihren Wurzeln vorsichtig aus der Erde.
  2. Setze sie nun in größere Gefäße mit Blumenerde um.

So pflanzt und pflegst du die vorgezogenen Tomaten richtig:

  • Pflanze sie entweder einzeln (in einen Neun-Zentimeter-Durchmesser-Topf) oder maximal zu dritt (in einem Topf mit größerem Durchmesser).
  • Setze die Pflänzchen tiefer in die Erde als sie im Anzuchtgefäß waren, damit sich kräftige Wurzelballen ausbilden.
  • Gieße die Tomatenpflanzen regelmäßig, vermeide aber Staunässe.
  • Stelle die Töpfe außerdem von der Heizung weg, da die Tomaten sonst vergeilen. Das bedeutet, dass die Stiele zu schnell und zu lang wachsen, dafür aber dünn und kraftlos bleiben.

Tomaten abhärten und auspflanzen

Wenn die Pflanzen etwa acht Zentimeter groß sind, musst du sie abhärten. So bereitest du sie auf das Freiland vor.

  1. Pflanze die vorgezogenen Tomaten erneut in größere Töpfe – dieses Mal einzeln.
  2. Setze sie erneut tiefer in die Erde.
  3. Sobald es draußen wärmer wird, kannst du die Pflanzen tagsüber nach draußen in den Schatten stellen. Vermeide Frost, indem du sie nachts wieder ins Haus stellst – vorzugsweise in unbeheizte Räume.

Die Abhärtungsphase sollte etwa zwei Wochen dauern. Danach kannst du die vorgezogenen Tomaten endgültig auspflanzen. Setze die Tomaten gegen Mitte/Ende Mai entweder in ein (Hoch-)Beet in 30 Zentimeter Tiefe oder in ein tiefes Gefäß. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein.

Tomaten vorziehen: ab Januar, Februar oder März? So gelingt es

Tomaten pikieren

Sie möchten Tomaten säen, wissen aber nicht wann und wie? Dieser Artikel versorgt Sie mit allen Wissenswerten Informationen rund um die Aussaat der beliebten Früchte. Das Säen von Tomaten ist nicht nur spannend, sondern geht sogar Anfängern von der Hand. Denn in erster Linie ist wichtig, wann und wo die Aussaat stattfindet. Spezielles Equipment ist zwar nicht unbedingt erforderlich, steigert jedoch die Erfolgsaussichten der Aussaat erheblich. Deshalb verraten wir Ihnen, wie Sie die optimalen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aussaat schaffen. Obendrauf liefern Ihnen zudem eine übersichtliche Anleitung, mit der Ihnen das Vorziehen der roten Vitaminkugeln mit Sicherheit gelingt.

Zeitpunkt

Harzfeuer - Tomatensamen - F1 Hybride

Grundsätzlich werden Tomaten ab Anfang/Mitte März auf der Fensterbank ausgesät. Für diesen Termin sprechen mehrere Gründe: Zum einen ist dadurch sichergestellt, dass die Tomaten ausreichend Zeit zum Reifen haben. Zum anderen werden die Jungpflanzen ab Mai langsam abgehärtet und dadurch mit den Außenbedingungen vertraut gemacht. Zu einem früheren Zeitpunkt ist dies jedoch nur bedingt möglich, da die Gefahr von Frost wesentlich höher ist. Allerdings kann man Tomaten auch direkt im Gewächshaus oder im Beet aussäen, allerdings verschiebt sich der Termin dementsprechend nach hinten:

  • Freiland: Mitte/ Anfang Juni
  • Gewächshaus: Mitte März bis Mitte April
  • beheiztes Gewächshaus: Mitte/Ende Februar

Standort

Es ist nicht nur entscheidend, wann die Aussaat stattfindet, denn auch der Standort spielt eine entscheidende Rolle beim Säen. Üblicherweise findet das Vorziehen der Tomaten auf der Fensterbank statt, da sie dort wesentlich geschützter sind als im Freien. Doch auch im geschützten Innenbereich bietet nicht jedes Plätzchen die besten Voraussetzungen, weshalb man auf folgende Faktoren achten sollte:

  • ideal ist eine Fensterbank über einer Heizung
  • viel Licht, gegebenenfalls Pflanzenlampen bereitstellen
  • Temperatur zwischen 20-24 Grad

Substrat

Die Aussaat bildet zugleich den Grundbaustein für den weiteren Wachstumsverlauf der Tomatenpflanzen. Insbesondere die Wahl des richtigen Substrats ist hierbei entscheidend, denn gewöhnliche Blumen- oder Gartenerde ist meist zu nährstoffreich. Dadurch würden die Wurzeln regelrecht verwöhnt werden und müssten sich nicht sonderlich anstrengen, um an Nährstoffe zu gelangen. Anders verhält es sich jedoch mit spezieller Anzucht, welche sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  • nährstoffarm
  • Wurzeln zum Wachstum anregend
  • keimfrei
  • hohe Wasserspeicherkapazität
  • im Idealfall feinkrümelig

Gefäße

junge Stabtomate

Das Vorziehen von Tomaten auf der Fensterbank gelingt am besten in einer Anzuchtschale. Viele dieser Modelle verfügen über einen transparenten Deckel, welcher gleich mehrere Vorteile mit sich bringt: Zum einen schützt er das Saatgut vor der trockenen Zimmerluft und ermöglicht einen Gewächshauseffekt. Zum anderen ermöglicht es die stetige Kontrolle der Samen, welche sich durch den transparenten Deckel problemlos beobachten lassen. Eine Anzuchtschale ist natürlich kein Muss, denn es gibt etliche alternative Gefäße, welche sich ebenfalls für das Vorziehen eignen:

  • Multitopfplatten
  • kleine Töpfe aus Zellulose oder Torf
  • Eierkarton

Hinweis: Wenn das Gefäß nicht mit einem Deckel ausgestattet ist, einfach diesen mit einer transparenten Folie ersetzen.

Tomaten vorziehen

Ist der Zeitpunkt und das Plätzchen gewählt sowie das notwendige Equipment vorhanden, kann mit der Aussaat begonnen werden. Das Vorziehen von Tomaten ist generell ein Leichtes, sofern gewisse Pflegemaßnahmen eingehalten werden. Mit der nachstehenden Anleitung gelingt Ihnen das Vorziehen von Tomaten auf der Fensterbank mit Sicherheit:

Schritt 1: Samen säen

Tomaten aus Samen ziehen

Bevor die Samen ausgesät werden, sollte sichergestellt sein, dass die Gefäße sauber und bestenfalls desinfiziert sind. Anschließend die Töpfchen mit dem Substrat und den Samen befüllen. Hierbei sollte jedoch nicht wahllos, sondern nach Anleitung vorgegangen werden:

  • Anzuchterde in Gefäß verteilen
  • Substrat ein bisschen befeuchten
  • Samen darin verteilen
  • auf ausreichend Abstand achten
  • ideal sind rund 3 cm
  • darüber eine dünne Schicht Anzuchterde geben

Schritt 2: Pflege

Tomaten wässern

Nachdem das Gefäß mit Substrat und den Samen befüllt wurde, wird dieses vorsichtig bewässert. Hierfür lohnt sich der Griff zu einer Sprühflasche, denn andernfalls kann es passieren, dass die Samen weggeschwemmt werden. Anschließend die Abdeckung beziehungsweise eine Folie über das Gefäß geben. Dadurch erzeugt man eine Art Gewächshauseffekt und gewährleistet eine konstante Feuchtigkeit.

Die weitere Pflege gestaltet sich wie folgt:

  • Abdeckung täglich abnehmen
  • Luft muss zirkulieren können
  • Erde stets feucht halten
  • aber nicht zu nass!
  • an einen hellen Standort stellen

Hinweis: Wenn die Samen während dem Vorziehen nicht ausreichend Licht erhalten, vergeilt die Pflanze im weiteren Verlauf und bildet leicht brechende Stängel.

Schritt 3: Pikieren

Tomate auslösen

Sofern die optimalen Voraussetzungen erfüllt und die Pflegeschritte eingehalten wurden, durchdringen die Sämlinge nach etwa 10 bis 14 Tagen die Erde. Meist dauert es noch ein bis zwei Wochen, bis sich die ersten Blätter bilden. Nun ist es an der Zeit, die Sämlinge zu pikieren und in eigene Behälter umzusetzen. Im Idealfall werden die jungen Pflänzchen auf diesen Pflegeschritt vorbereitet, indem sie einige Tage zuvor schwach mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Zusätzlich ist es ratsam, sie wenige Stunden vor dem Pikieren zu bewässern. Für das Pikieren selbst hat sich diese Anleitung bewährt:

  • frische Töpfe säubern und mit Substrat befüllen
  • Erde um die Sämlinge vorsichtig auflockern
  • am besten mit einem Pikierstab
  • Sämlinge vorsichtig aus dem Gefäß nehmen
  • Sämlinge säubern und von Erde befreien
  • Gesundheit der Sämlinge überprüfen
  • sie sollten weiße und kräftige Wurzeln haben
  • diese auf 2 cm kürzen
  • Sämlinge mit Rankhilfe in neue Gefäße einsetzen
  • Substrat einfüllen und leicht andrücken
  • mit Sprühflasche bewässern

Tipp: Sämlinge mit braunen und/oder dünnen Wurzeln direkt entsorgen, da sie sich in der Regel nicht anständig weiterentwickeln.

Tomaten vorziehen – so bekommst Du kräftige Pflanzen

Fast jeder Gärtner möchte Tomaten vorziehen. Es gibt kaum ein Gemüse, was höher in der Gunst der Gärtner steht – ist es doch unser aller Lieblingsgemüse! Tomaten kann man wunderbar selber im eigenen Garten anbauen. Sie wachsen sogar in Kübeln auf dem Balkon! Es gibt zwar mittlerweile überall Jungpflanzen zu kaufen, doch am meisten Spaß macht es, wenn man die Pflanzen selber vorzieht! Nur dann hat man die größte Sortenauswahl, denn von den interessantesten Sorten bekommt man keine Jungpflanzen, sondern nur Saatgut. Doch das ist gar kein Problem. Das Vorziehen von Tomaten auf der Fensterbank gelingt ganz leicht, wenn man ein paar Punkte beachtet.

Tomaten Samen Mikroskop Makro Grossaufnahme

Das ist ein Tomaten Samenkorn in Großaufnahme. Es enthält alle Informationen, damit daraus später eine große Tomate wachsen kann.

Tomaten vorziehen als Video-Tutorial

Keine Lust auf Lesen? Schau Dir einfach mein Video-Tutorial an!

Saatgut für Tomaten

Ohne Saatgut kann man keine Tomaten vorziehen 😉 In den Saatgut-Ständern der Gärtnereien und Baumärkte dieser Republik findet man eine große Auswahl an Tomatensorten. Doch das ist nur ein Bruchteil der Sorten, die erhältlich sind! Schaut mal auf die Website www.tomaten-atlas.de. Das ein Nachschlagewerk für Tomatensorten. Sie zeigt die unglaubliche kunterbunte Sortenvielfalt von Tomaten auf. Momentan (Januar 2021) sind dort über 7000 Tomatensorten gelistet.

Das Saatgut für diese teilweise sehr seltenen und sehr alten Sorten bekommt man jedoch nicht im Baumarkt, man muss danach auf die Suche gehen. Das macht riesen Spaß! Ich persönlich tausche mein Saatgut für Tomaten auf unserer Saatguttauschbörse. Dort ist Tomatensamen der Renner. Fast jeder hat selbst geernteten Tomatensamen dabei, um ihn gegen neue Sorten zu tauschen. Diese Tauschbörsen finden immer von Januar bis März statt – bestimmt auch bei Dir in der Nähe. Hier bei mir im Blog kannst Du die Termine der sächsischen Saatguttauschbörsen nachlesen.

Achtung: Wenn man selbst Tomatensamen gewinnen möchte, muss man darauf achten, dass man kein Saatgut von F1-Sorten erntet. Dieses Saatgut ist nicht zur Vermehrung geeignet. Die Nachkommen dieser Pflanzen sehen meist komplett anders aus als ihre Eltern. Man sollte daher immer samenfestes Saatgut verwenden, denn davon kann man immer wieder eigenes Saatgut gewinnen. Ob eine Tomatensorte eine F1 Hybride ist, steht auf dem Samentütchen oder auf dem Etikett am Topf.

Wenn man nicht zu einer Tauschbörse gehen kann, dann findet man im Internet Garten-Tauschringe, eine Vielzahl von Onlineshops mit Tomatensamen oder auch private Tomaten-Enthusiasten, die jedes Jahr als Hobby hunderte Tomatensorten selbst anbauen und das Saatgut dann auch gerne weitergeben.

Der richtige Zeitpunkt zum Tomaten vorziehen

Der richtige Zeitpunkt zum Tomaten aussäen ist sehr wichtig. Viele Gärtner beginnen damit schon im Januar oder Februar. Wenn man nicht gerade den Luxus eines beheizten Gewächshauses und künstliche Beleuchtung hat, dann lohnt sich das nicht. Durch die frühe Aussaat werden die Pflanzen lang und dünn. Woran das liegt, habe ich in einem Blogbeitrag beschrieben: Aussaaten werden lang und dünn – was tun?

Tomaten reif und bunt in einer Schale

Der ideale Zeitpunkt für das Vorziehen von Tomaten ist bei mir Mitte März. Tomaten brauchen ca. 6-8 Wochen, bis sie die Größe erreicht haben, mit der man sie problemlos ins Beet setzen kann. Da die Tomatenpflanzen frostempfindlich sind und schon unter 5°C dauerhaft Schaden nehmen, dürfen sie erst ins Freiland gepflanzt werden, wenn wirklich kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. Das ist traditionell ab dem 15. Mai der Fall – nach den Eisheiligen (ein Blick auf den Wetterbericht bringt Sicherheit).

Man rechnet also vom geplanten Auspflanzen 8 Wochen rückwärts – der perfekte Termin zum Tomaten vorziehen ist also Mitte März!

Wenn man eher aussät, kann man Mitte Mai schon fast Tomaten auf der Fensterbank ernten 😉 Die Pflanzen werden schnell riesig groß und nehmen eine Menge Platz weg. Deshalb ist meine Empfehlung, mit der Aussaat von Tomaten nicht zu früh zu beginnen.

Tomaten aussäen

Jetzt geht’s endlich los. Wir haben uns schöne Tomatensorten besorgt, der Zeitpunkt ist perfekt und die Aussaat kann beginnen. Alles was wir brauchen, sind geeignete Aussaatgefäße, Substrat und Wasser. Und natürlich Schildchen und einen Stift.

Bei den Aussaatgefäßen hat man die freie Wahl. Ich habe hier im Blog eine Übersicht zusammengestellt: 10 Ideen für schöne Aussaatgefäße.

Tomatensamen vorquellen

Vor der Aussaat kann man die Keimfreudigkeit der Tomatensamen noch erhöhen, in dem man sie über Nacht in Kamillentee vorquellen lässt. Ich habe die Prozedur für Paprikasaatgut in einem Blogbeitrag beschrieben, aber für Tomaten funktioniert es genau so: Saatgut in Kamillentee vorquellen lassen

Minigewächshaus mit Heizung zum Tomaten vorziehen

In einem Mini-Gewächshaus kann man mit einer Heizmatte die optimale Keim-Temperatur erreichen

Aussatt in Kokos Quelltöpfe

Ich persönlich säe gerne in Kokosquelltöpfe und in Saatschalen aus. Die Kokosquelltöpfe haben den Vorteil, dass sie keimfrei sind und nicht so schnell schimmeln. Das wäre der Tod für die kleinen Tomatenpflänzchen. Man erspart sich mit den Kokosquelltöpfen auch das Pikieren der Pflanzen, denn in einem Topf wächst genau eine Tomatenpflanze. Man lässt die Quelltöpfe in Wasser aufquellen und kann sofort aussäen. Die Quelltöpfe haben auf einer Seite eine Vertiefung, wo man einfach ein Samenkorn reinlegt. Danach schiebe ich ein wenig Kokos-Substrat drüber – fertig!

Als „Aufbewahrung“ für die Kokosquelltöpfe eignet sich ein Minigewächshaus ideal! Dort passen 28 Pflänzchen hinein und es lassen sich beste Keimbedingungen herstellen. Regelmäßiges Lüften nicht vergessen!

Tomaten sind Lichtkeimer, sie werden nur 0,5 cm tief gesät und müssen danach hell stehen.

Aussaat in Saatschalen

Die andere Art, wie ich Tomaten gerne vorziehe, ist in Saatschalen. Besonders wenn man viele Pflanzen anziehen möchte oder wenn man etwas älteres Saatgut hat, ist die Aussaat in Schalen ideal. Als Schalen eigenen sich z.B. gebrauchte Plastikschalen von Weintrauben oder Erdbeeren sehr gut. Dort sind auch schon Abflusslöcher für das überschüssige Wasser drin. Man füllt diese Schalen mit keimfreier feiner Anzuchterde (kann man in der Mikrowelle oder im Backofen desinfizieren). Dann wird gesät!

Keimfreie Erde ist wichtig, denn in Erde tummeln sich viele Keime und Tierchen, die den kleinen Tomatenpflanzen schnell das Leben schwer machen können. Schimmel zum Beispiel oder Trauermückenlarven.

Man legt nun alle 2-3 cm ein Samenkorn auf die mit Erde gefüllten Saatschalen und deckt im Anschluss alles mit ca. 0,5 cm Erde ab. Tomaten brauchen zum Keimen etwas diffuses Licht, deshalb sollte man sie nicht zu tief säen und zum Keimen möglichst hell aufstellen.

Für die Anzucht sind auch Tontöpfe, leere Joghurtbecher, Klopapierrollen und vieles mehr geeignet. Schau Dir doch einfach meinen Artikel über Aussaatgefäße für etwas Inspiration an.

Tomatensorten beschriften

Man darf auf keinen Fall vergessen, die Sorten zu beschriften! Dafür eignen sich Schildchen oder Aufkleber aus Papier. Die dürfen jedoch nicht nass werden. Besser ist es, die Sortennamen direkt mit einem wasserfesten Stift auf die Aussaatbehälter zu schreiben. Bei der Aussaat in Minigewächshäuser zeichne ich mir ein Koordinatensystem auf den Rand des Unterteils. Von oben nach unten Buchstaben und von rechts nach links Zahlen. Danach notiere ich mir auf einen Blatt Papier die Koordinaten meiner Tomatensorten. San Marzano steht dann beispielsweise auf A1 bis D1 😉

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